
Schocktrauma
– Akutes Trauma
Trauma allgemein
Wenn Erfahrungen Spuren hinterlassen
Ein Entwicklungstrauma entsteht in den ersten Lebensjahren durch Mangel an emotionaler Sicherheit, Schutz oder Zuwendung, wenn die ersten Bezugspersonen selbst von Unsicherheit, Ablehnung oder Verletzung geprägt waren.
Typische Folgen:
Tiefsitzende Scham, chronische Selbstzweifel, Bindungsängste und Schwierigkeiten, eigene Grenzen wahrzunehmen und zu setzen.
Die Sehnsucht nach Nähe und die Angst davor zugleich.
Das nagende Gefühl, "anders" zu sein.
Konflikte wirken tiefer, weil der alte Schmerz mitschwingt.
Schwierigkeiten, Hilfe anzunehmen – obwohl Sie sie dringend brauchen
Ein Schocktrauma entsteht durch ein einmaliges, plötzliches Ereignis. Das Nervensystem wird in Sekundenschnelle mit Reizen überflutet, ohne dass eine Flucht- oder Kampfreaktion möglich ist. Durch fehlende Verarbeitungsmöglichkeit bleibt das
Nervensystem im Alarmzustand.
Mögliche Folgen:
Körperliche Daueranspannung (Hypervigilnaz),
wiederkehrende Erinnerungsfetzen (Flashbacks),
Schreckhaftigkeit, Alpträume, Schlafstörungen.
Vermeidungstendenz: Orte, Menschen oder Situationen, die Erinnerungen auslösen werden unbewusst oder bewusst vermieden. Gefühlsdämpfung, innere Leere, Rückzug oder Dissoziation, eine unwillkürliche Schutzreaktionen des Nervensystems.
Dies kann das Leben erheblich einschränken.
Entwicklungstrauma
-Bindungstrauma
Traumatische Erlebnisse verändern unser Lebensgefühl und unseren seelischen und körperlichen Zustand.
Sie erschüttern das Vertrauen in die Welt, die Mitmenschen und in unsere eigene Wahrnehmung.
Trauma verändert das Nervensystem. Es ist tief in unseren Körper eingeschrieben.
Die gute Nachricht: es kann verändert werden!
Therapeutisch begleitetes, behutsames Hinschauen kann helfen, Tramatisierungen zu verarbeiten und
als Vergangen zu verankern und wieder in die eigene Lebendigkeit zurück zu finden.
Dabei ist vorsichtiges Vorgehen und die Beachtung von Ihrem eigenen Tempo ganz besonders wichtig.
Komplexe Traumatisierung
Sekundäres Trauma -
Sekundäre Traumatisierung
Eine komplexe Traumatisierung entwickelt sich,
wenn Menschen über längere Zeiträume hinweg wiederholt schweren Belastungen ausgesetzt sind, von denen sie sich nicht selbst befreien können.
Mögliche Auslöser: Jahrelange häusliche Gewalt, körperlicher oder emotionaler Missbrauch, Kriegserlebnisse.
Typische Folgen:
Starke emotionale Schwankungen,
anhaltendes Gefühl von Wertlosigkeit,
Vertrauensverlust,
das Gefühl „nicht in die Welt zu passen“.
Oft besteht eine komplexe Traumatisierung Jahre oder jahrzehntelang unerkannt.
Die gute Nachricht: auch dafür gibt es Hilfe und Linderung! Scheuen sie sich nicht, sich zu melden!
Eine häufig übersehene Form von Traumatisierung
ist das sekundäres Trauma. Es entsteht nicht
durch selbst durchgemachte Erlebnisse, sondern durch das Miterleben oder Mitbekommen von Leid oder Traumatisierung anderer Menschen.
Mögliche Auslöser: Berufliche oder private Begleitung schwer traumatisierter Personen z. B. in Pflege jeder Art, Adoption, Therapie, Rettungsdienst, Seelsorger, Angehörige oder nur als zufälliger Beobachter.
Typische Folgen:
Plötzliche eigene Ängste,
emotionale Erschöpfung,
Zynismus als Schutzstrategie oder
ähnliche Belastungssymptome wie bei
den Betroffenen selbst.
Wenn Sie Hilfe suchen
Der erste Schritt ist immer der schwierigste. Traumatisierende Erfahrungen verstärken das ganz besonders.
Es braucht Zeit und Wahlmöglichkeiten. Sie brauchen die Freiheit, das Tempo selbst zu bestimmen.
Kontaktieren Sie mich, wenn Sie spüren, dass dieser Raum für Sie passen könnte.
Im Erstgespräch können Sie herausfinden, ob wir gut zusammenarbeiten können.
Sie müssen nichts erzwingen. Vielleicht nicht heute, nicht morgen. Dann Sie bereit sind – ich bin da.
Bei akuter Krisensituation:
Psychiatrischer Krisendienst: 0043 664 3007007
oder im Notfall Rettung 144
Polizei 133